Rezension – Tödliche Heilige

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Nachdem ich nun wochenlang nur Fantasy und Liebensromane gelesen habe, brauchte ich mal wieder einen schockierenden und blutigen Psychothriller. Zufällig bin ich bei prime reading auf Tödliche Heilige von Ilona Bulazel gestoßen und wurde durch das sehenswerte Cover und den Klappentext zum Lesen animiert.

»Die Menschen glauben, sie würden in ihrem Alltag viele schwere Entscheidungen treffen, aber das ist ein Trugschluss. Nichts lässt sich mit einer Situation vergleichen, in der es um Leben und Tod geht und die Entscheidung innerhalb weniger Sekunden getroffen werden muss.«

Inhaltsangabe

Ilona Bulazel - Tödliche Heilige

Kuno Seiler, Pfarrer einer religiösen Gemeinschaft, wird tot im Pool einer Münchner Villa aufgefunden. Verhaftet wird Riccarda Meiner, die direkt neben der Leiche kniet. Obwohl sie behauptet, keine Erinnerung mehr an die Tat zu haben, wird sie wegen Totschlags zu neun Jahren Gefängnis verurteilt – alles spricht gegen sie, auch Seilers siebzehnjährige Tochter ist von ihrer Schuld überzeugt. Riccarda, einst schön, reich und gefeiert, verliert alles. Ihr Bruder und dessen Frau reißen das Familienunternehmen an sich, Riccardas Verlobter heiratet ihre beste Freundin und der Fall Kuno Seiler gilt als abgeschlossen.

Zur Überraschung ihrer Gegner wird die Verurteilte nach sieben Jahren vorzeitig entlassen. Plötzlich sterben Menschen aus ihrem Umfeld. Die Opfer werden grausam zur Schau gestellt …

Hauptkommissar Jens Stutter vom BKA, eigentlich auf dem Weg in den Urlaub, wird zur Aufklärung der Mordserie hinzugezogen. Zusammen mit seiner Kollegin Jasmin Nau fährt er nach München, um Jagd auf die »Tödliche Heilige« zu machen. Welche Rolle spielt die religiöse Gemeinschaft, wer verfolgt in diesem perfiden Spiel welche Pläne? Und wozu dient das blutige und erbarmungslose Vorgehen des Täters?

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Meine Gedanken

Zunächst muss ich zugeben, dass mich die Geschichte positiv überrascht hat. Üblicherweise lese ich Krimis oder Thriller eher selten, aber dieses Buch hat mich von Anfang an unglaublich gefesselt. Die Story beginnt im Gericht, wo die Angeklagte Riccarda wegen Totschlag an Kuno Seiler zu neun Jahren Haft verurteilt wird. Anschließend gibt es einen Zeitsprung und die Geschichte geht sieben Jahre später weiter, als Riccarda vorzeitig entlassen wird.

Der Leser wird sofort ins kalte Wasser geschmissen und der Spannungsbogen begleitet und von Anfang an bis zur letzten Seite. Der Schreibstil hat mich ganz leicht an Bernhard Aichner erinnert. Schnell, erbarmungslos und ohne viel Schnick Schnack.

Obwohl Riccarda fast durchgehend die Hauptverdächtige ist und eine sehr direkte, etwas unfreundliche und arrogante Art hat, habe ich schnell Sympathie für sie entwickelt.

Die Ermittler Jens Stutter und Jasmin Nau, aber auch Riccarda’s Cousin Leander haben, trotz der düsteren Grundstimmung im Buch, Leben in die Geschichte eingehaucht und mich oft zum Schmunzeln gebracht.

Ich habe ständig geraten wer nun der Mörder ist, ob Riccarda schuldig ist und alle an der Nase herumführt, oder ob ihr jemand etwas anhängen möchte. Nach jedem neuen Mordfall, musste ich überdenken, ob ich den oder die Richtige verdächtige. Nichtsdestotrotz wäre ich wahrscheinlich nie auf die Lösung gekommen, sodass mich das Ende und die Auflösung absolut schockiert haben.

Zusammenfassend hat mir Tödliche Heilige gut gefallen, mich bestens unterhalten und mir mitreißende und aufregende Lesestunden beschert. Die perfekte Mischung aus Intrigen, Gier, Eifersucht und Betrug.

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