Rezension – Everything We Had

»Ich hasse diese Unsicherheit, das beklemmende Gefühl in meiner Brust, das mir vermittelt, ich sei in Gefahr. Noch vor einem Jahr gab es kaum etwas, wovor ich Angst hatte. Doch da war ich auch noch die furchtlose Kate, die naiv mit offenen Armen durchs Leben gelaufen ist.«

Obwohl ich der Autorin Jennifer Bright bereits seit ein paar Jahren auf Instagram folge und ihre Arbeit von Anfang an bewundert habe, bin ich erst vor Kurzem dazu gekommen, eines ihrer Bücher zu lesen. Everything We Had ist der zweite Roman, den die junge, deutsche Autorin veröffentlicht hat. Kurz vor meinem Urlaub habe ich mir noch schnell das eBook gekauft und mich in die Welt von Kate und Aidan gestürzt…

Inhaltsangabe

Offen, optimistisch, lebensfroh – das ist Kate. Bis ein zutiefst traumatisches Erlebnis sie aus der Bahn wirft. Sie bricht das College in London ab und zieht sich zurück. Nur eines hält sie aufrecht: ihr Traum vom eigenen Café. Als sie die Chance bekommt, einen kleinen Laden in London zu mieten, setzt sie alles auf eine Karte. Doch sie hat die Rechnung ohne Aidan gemacht. Der Neffe der Inhaberin möchte das Geschäft in einen Buchladen verwandeln. Um ihren Traum zu verwirklichen, muss Kate mit Aidan zusammenarbeiten. Dabei kommen sie einander gefährlich nahe. Doch Kate kann es sich nicht leisten, dass jemand einen Blick hinter ihre Fassade wirft und entdeckt, dass ihre Seele in Scherben liegt …

Meine Gedanken

Ich glaube ich habe mein Wohlfühlbuch 2021 gefunden! Jennifer Bright hat einen wundervollen Roman über Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Vergebung geschrieben. Everything We Had hat nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch Einiges zu bieten (für mich gehört es zu den schönsten Buchcovern, die ich dieses Jahr gesehen habe).

Beginnen wir beim Setting. Im charmanten London erfüllt sich Kate den Traum vom eigenen Café, jedoch muss sie sich die Geschäftsfläche mit Aidan teilen. Kurzerhand entsteht das Büchercafé Cosy Corner – der Traum vieler Buchliebhaber mit Hang zu übermäßigem Kaffeekonsum. Hier habe ich mich, durch die detaillierte und liebevolle Beschreibung der Autorin, sofort wohlgefühlt.

Wo zunächst ein harter Konkurrenzkampf herrscht, entwickelt sich langsam, aber sicher eine gewisse Anziehung. Die Chemie zwischen Aidan und Kate war nicht zu übersehen. Nichtsdestotrotz steht nicht nur die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern auch Kate’s Vergangenheit und Trauma, mit dem sie tagtäglich zu kämpfen hat.

„Keine Ahnung, was es ist, das dich so runterzieht. Aber verlier dein Lächeln nicht.“

Seite 106, Everything We Had

Durch den wundervollen Schreibstil bin ich sofort in der Geschichte versunken. Die ersten Kapitel werden aus Kate’s Sicht erzählt und im Laufe der Story dann auch aus Aidan’s Sicht. Anfangs war Aidan noch der unnahbare Badboy. Unfreundlich. Arrogant. Unausstehlich. Bald merkt man jedoch, dass das nur eine Fassade ist, die zum Selbstschutz dient und das der Kern doch nicht so hart ist, wie die Schale.

Nicht nur die Hauptcharaktere, Kate und Aidan, sondern auch die Nebencharaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Vor allem der Paradiesvogel Archer, die liebevolle Tante Cora und die fleißigen Bienchen Hope und Mora, haben es mir angetan.

Everything We Had hat den perfekten Spannungsbogen, obwohl die einzigartige Geschichte auch ohne viel Tamtam auskommt. Ich hätte mir an manchen Stellen allerdings etwas mehr Tiefgang gewünscht – zum Beispiel in Bezug auf Kate’s Trauma. Hier hätte die Geschichte etwas mehr vertragen.

Zusammenfassend war Everything We Had eines meiner Lieblingsbücher dieses Jahr. Ich habe von Anfang an Seite für Seite genossen, mich ins Cosy Corner verliebt, die Charaktere ins Herz geschlossen und zufrieden die letzten Zeilen gelesen. Bald möchte ich auch den Debütroman von Jennifer Bright lesen ( The Right Kind of Wrong) und euch natürlich davon berichten.

Die Autorin

Jennifer Bright ist das Pseudonym von Jennifer Fröhlich, geboren 1993 in Hannover. Sie lebt auch heute noch in der niedersächsischen Hauptstadt. Jennifer liebt das Unperfekte, trinkt mehr Kaffee, als gut für sie wäre und kann sich ein Leben ohne Katzen nicht vorstellen. Unter dem Namen wort_getreu teilt sie ihre Leidenschaft zu Büchern als Bloggerin und Bookstagrammerin.
(Quelle: Tyrolia.at)

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. LeseNele sagt:

    Das klingt nach einem echt tollen Buch! Das landet direkt auf der Leseliste. Vielen Dank für den Tipp. 💖

    Gefällt mir

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